Geschichte

1984 wurde unser Ortsverband gegründet, indem Ingrid Reichbauer, Ingrid Hay, Siegfried Müller und Peter Löhr am 30. Oktober 1984 die Satzung verabschiedeten.

Schon damals standen wir für: Soziale Gerechtigkeit!
Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann! und Nachhaltigen Umweltschutz!

1985 hatten wir zwar noch keinen Erfolg bei den Kommunalwahlen, als außerparlamentarische Opposition machten wir trotzdem mit vielen Aktionen auf uns aufmerksam. Als eine davon sei der Protest gegen die Waldscheine genannt, der sich gegen den privaten und seitens der Stadtverwaltung geduldeten Autoverkehr in unserem Stadtwald richtete. 
Durch die Aktionen schaffte es der Ortsverband, die Oestrich-Winkler*innen zunehmend für ökologische Themen zu sensibilisieren. 

1989 hatten wir unseren ersten Erfolg bei den Kommunalwahlen und wurden der Koalitionspartner der SPD.
In dieser Wahlperiode gelang es uns einige denkwürdige Veränderungen zu erreichen:
– das erste Jugendparlament und
– die erste Umweltbeauftragte in Oestrich-Winkel zu etablieren.
– den Grundstückskauf der heutigen Kindertagesstätte (welche?) um eine
umfassende Kinderbetreuung zu fördern.
– wir übernahmen eine Vorderdenkerinnenrolle mit der Forderung und Förderung
der privaten Regenwassernutzung, die heute eine Selbstverständlichkeit ist

1993 – 1997 gab es im Stadtparlament mit CDU, SPD, FWG (?) und uns GRÜNEN wechselnde Mehrheiten, die eine effektive Oppositionsarbeit nahezu unmöglich machten. In dieser Legislaturperiode fiel uns es schwer, GRÜNE Standpunkt durchzusetzen.

1997  brachte die geplante Verkehrsführung einer innerörtlichen Verbindungsstraße direkt an einer Grundschule vorbei viele Bürger*innen in Aufregung. Bei der Kommunalwahl 1997 konnten wir GRÜNEN durch unsere klare Haltung gegen diese Idee zusätzliche Stimmen sammeln und zogen mit einem neu gewonnen Sitz ins Stadtparlament ein. Da die Sitzverteilung keine eindeutige Koalition ergab, leisteten wir GRÜNEN 4 Jahre unsere konstruktive Sacharbeit in unabhängiger Weise. 

2001 erforderte eine Wahlrechtsreform eine Liste von mindestens 17 Kandidierenden. Der Ortsverband rief in der Presse interessierte Bürger*innen mit grandiosem Erfolg zur Mitarbeit auf. Bis heute bereichern diese Menschen unseren Ortsverband 🙂 Unser großes Wahlkampfthema war unsere Ablehnung des Baus einer „Rheingau-Autobahn“,  mit welchem wirüberregionale Medienaufmerksamkeit erregten. Mit einem für die damalige Zeit bombastischen Ergebnis von über 10 Prozent (10,80%) zogen wir GRÜNEN in die Legislaturperiode des Stadtparlaments ein. 

2001 – 2006 fanden harte verkehrspolitische Auseinandersetzungen statt. In diesem Zusammenhang organisierte der OV Veranstaltungen gegen den Bau einer Rheinbrücke, z.B. das Fest auf der Rheinfähre – Mittelheim mit dem Motto „Fiesta auf dem Kahn statt Brückenwahn“. Am 26.03.2004 präsentierte der OV sein Verkehrskonzept für eine Umgehungsstraße um Oestrich-Winkel. Ein Bürgerentscheid fiel positiv für die Fortführung der Planung aus. 

Am 06.02.2005 nahmen wir GRÜNEN zum ersten Mal beim Winkler Karnevalsumzug mit. Mit einer selbstgebauten Geldschleuder „verschleuderte“ man selbstgedruckte „Schleuder-Euros“. Mit diesem Spaß wurde auf die ernste Tatsache einer gravierenden Fehlentwicklung im Finanzenhaushalt (der Stadt?) hingewiesen.  

—> hat der Karneval was mit den verkehrspolitischen Auseinandersetzungen zu tun?

Es folgten weitere heftige Diskussion über die geplante Umgehungsstraße, wobei wir GRÜNEN uns als einzige Partei für kostengünstigere Alternativen aussprachen. Wir beantragten die Offenlegung der Unterlagen für den Bau der geplanten Umgehungsstraße, führten Reihe von Info-Veranstaltung für die Bürger*innen durch und veranstalteten einen Protest-Marsch mit rund400 Bürger*innen entlang der geplanten Trasse. Es war ein Riesenerfolg! Nach unseren Kenntnissen sind durch diese Aktionen rund 800 Einwendungen beim Regierungspräsidenten in Darmstadt eingegangen.

Unser Engagement und unsere klare verkehrspolitische Haltung belohnte uns schließlich bei der Kommunalwahl am 26.03.2006 mit sagenhaften 19,1% der Stimmen!

—> was ist dazwischen passiert?

Es folgten einige Jahre, in denen wir GRÜNEN mit aufmerksamer, engagierter und zukunftsorientierter Politik im Stadtparlament wirkten. Unser Einsatz und der kollektive Schock, der durch die Nuklearkatastrophe in Fukushima ausgelöst wurde, bescherte uns bei der Kommunahlwahl im März 2011 satte 25,4%!
GRÜNE und SPD konnten gemeinsam eine Stimmenmehrheit erreichen und bildeten eine Kooperation. CDU und FDP wurden nach 10 Jahren Regierungsarbeit auf die Oppositionsbänke delegiert.

2013 trat mit Markus Jantzer zum ersten Mal in der Geschichte Oestrich-Winkels ein GRÜNER Bürgermeisterkandidat im Wahlkampf an.

2016 fand schließlich die nächste Kommunalwahl statt. Mit 14,9% erreichten wir GRÜNEN unser Ergebnis aus 2011 nicht erneut, dennoch zogen wir motiviert mit einer fünfköpfigen Fraktion ins Statdtparlament ein und leisteten Oppositionsarbeit für Oestrich-Winkel. 

Bei den Landtagswahlen im Oktober 2018 landeten DIE GRÜNEN mit 21,1% auf dem im Wahlkreis Oestrich-Winkel auf dem 2. Platz. Damit lagen wir 1.3% über dem Landesdurchschnitt der hessischen GRÜNEN.

Auch bei der Europawahl im Mai 2019 erreichten DIE GRÜNEN im Wahlkreis Oestrich-Winkel mit 21,77% ein starkes Ergebnis über dem Bundesdurchschnitt (20,5%).

Die Kommunalwahl 2021 stand im Zeichen der Corona-Pandemie. Ein Wahlkampf wie üblich war nicht möglich, daher erprobten wir diverse neue Formate vom Fahrrad-Korso bis zum Web-Talk. Wir erreichten ein tolles Ergebnis von 18,4% und zogen mit 6 GRÜNEN Mitgliedern in die Stadtverordnetenversammlung ein.

Hier vielleicht noch ein paar Updates? 🙂

Ich fände auch Bilder schön, so im Sinne kleiner Erinnerungen 🙂

Wenn die Grünen in 2006 noch glaubten den Zenit des Erfolges erreicht zu haben, sprengte das Ergebnis der Kommunahlwahl im März 2011 schon schier die wildesten Spekulationen. Mit 25,4% wurde ein gigantisches Ergebnis erzielt. Grüne und SPD konnten gemeinsam eine Stimmenmehrheit erreichen. Grüne und SPD beschlossen eine Zusammenarbeit in Form einer Kooperation einzugehen. CDU und FDP wurden nach 10 Jahren Regierungsarbeit auf die Oppositionsbänke delegiert.

2013 trat mit Markus Jantzer zum ersten Mal in der Geschichte Oestrich-Winkels ein Grüner Bürgemeisterkandidat im Wahlkampf an.

2016 fand schließlich die nächste Kommunalwahl statt. Mit 14,9% konnten die Grünen ihr Ergebnis aus 2011 (was unter dem Eindruck der Nuklearkatastrophe von Fukushima stand) erwartungsgemäß nicht bestätigen, errreichten aber erneut ein passables  Ergebnis und leisten seitdem mit einer fünf-köpfige Fraktion engagierte und konstruktive Oppositionsarbeit für Oestrich-Winkel. Seit September 2019 besteht die Fraktion aus drei Mitgliedern, setzt sich aber mit frischer Energie weiter für Oestrich-Winkel ein.

Bei den Landtagswahlen im Oktober 2018 landeten DIE GRÜNEN mit 21,1% auf dem 2. Platz (Wahlkreis Oestrich-Winkel) und lagen mit 1.3% über dem Landesdurchschnitt der hessischen GRÜNEN.

Auch bei der Europawahl im Mai 2019 erreichten DIE GRÜNEN mit 21,77% ein starkes Ergenis etwas über dem Bundeschnitt (20,5%).

Die Kommunalwahl 2021 stand im Zeichen der Corona-Pandemie. Der Wahlkampf war nicht in bekanntem Maße möglich und so wurden diverse neue Formate vom Fahrrad-Korso bis zum Web-Talk erfolgreich erprobt. Die Mühen unter erschwerten Bedingungen wurden mit einem ordentlichen Ergebnis von 18,4% belohnt und die GRÜNEN zogen mit einer Fraktion von 6 Mitgliedern gestärkt in die Stadtverordnetenversammlung ein. Auch in der Grünen Kreistagsfraktion stammen 3 Mitglieder aus dem Ortsverband Oestrich-Winkel (eines mittlerweile umgezogen und im Nachbar-Ortsverband in Eltville aktiv).